Amnesty International Gruppe Isenhagener Land

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Gruppe Isenhagener Land

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Unsere Fälle

Von 2009 bis 2016 setzten wir uns für eine Gruppe von Bürgerrechtlern aus Laos ein.

Am Morgen des 26. Oktober 1999 versammelten sich in Vientiane, der Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Laos, eine Gruppe von ungefähr 30 jungen Leuten zu einer noch nie dagewesenen, öffentlichen Demonstration und versuchte einige Poster auszurollen, die sie angefertigt hatte, um zu einer politischen Wende in ihrem Lande aufzurufen. Bevor sie es ihnen jedoch gelang, die Poster hochzuhalten, wurden sie sofort von Polizisten umstellt und mindestens fünf von ihnen wurden festgenommen. In der übrigen Stadt wurde zu dem Zeitpunkt das jährliche Bootsrennen auf dem Mekong gefeiert, und die Straßen waren voller Menschen, die sich an dem öffentlichen Spektakel erfreuten. Unter diese Feiernden hatten sich auch Leute gemischt, die die Absicht hatten, dem öffentlichen Protest zu folgen, aber vorerst unauffällig bleiben wollten. Die Laotische Studentenbewegung für Demokratie, die diesen versuchten Protest organisiert hatte, wurde jedoch zerschlagen, noch ehe sie eine Gelegenheit hatte, ihre Ansichten zu artikulieren. Thongpaseuth Keuakoun, der die Gruppe im Februar 1998 gegründet hatte, gehörte zu den Arrestierten. Sein Schicksal und das von mindestens vier seiner Kollegen sowie deren augenblicklicher Aufenthaltsort blieb zunächst unbekannt. Die laotische Regierung leugnete, dass der versuchte Protest überhaupt stattgefunden habe, ungeachtet der Berichte von Augenzeugen von dem, was sich in Vientiane zugetragen hat. Amnesty International fürchtete um die Sicherheit von Thongpaseuth Keuakoun, Khamphouvieng Sisaath, Seng-Aloun Phengphanh, Bouavanh Chanhmanivong und Keochay, da es glaubhafte Berichte von Folterungen und schlechter Behandlung in laotischen Gefängnissen besitzt. Tatsächlich ist einer der fünf Gefangenen während der Haft gestorben. Für Amnesty International waren diese Bürgerrechtler Gewissensgefangene und fordert darum ihre sofortige und bedingungslose Freilassung. In den letzten Jahren wurden die vier überlebenden freigelassen, der letzte von ihnen Ende 2016.

2017 haben wir beschlossen, uns für die Achtung der Menschenrechte in der Ukraine einzusetzen

Wir machen dabei keinen Unterschied, von welcher Seite die Menschenrechtsverletzungen begangen werden. Es gibt sie sowohl in der Krim und dem von Separatisten beherrschten Ostteil der Ukraine ebenso wie in den Teilen des Landes, die sich unter der Kontrolle der ukrainischen Regierung befinden.

Die Formen der Menschenrechtsverletzungen sind vielfältig. Sie reichen von Bedrohung und Einschüchterung von Menschenrechtsaktivisten und Journalisten bis zu Entführung, Folter und Mord.

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